Dark Prince
3 Sterne,  Dark Romance,  Rezension

[Rezension] J. S. Wonda: Dark Prince (1)

(Werbung, da Rezensionsexemplar)

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. So sagt man doch? Ich habe mich mit diesem Buch in einen neues Genre gewagt und zudem eine Autorin kennengelernt, von welcher ich bereits viel Gutes gehört, aber noch nie etwas gelesen habe.

Florence hat immer für eine bessere Zukunft gekämpft und nichts getan, das diese gefährden könnte. Doch als ihr jüngerer Bruder in die Drogenszene gerät, sieht sie sich gezwungen, ihn mit allen Mitteln daraus zu befreien. Dabei trifft sie auf einen gefährlichen Unbekannten, der den gesamten Londoner Schwarzmarkt beherrscht. Er ist jung –verdammt gutaussehend – und passt so gar nicht in die düstere Welt der Vorstädte rund um London, in der sie aufgewachsen ist. 

Was ist sein Geheimnis? Welche Rolle spielt sein treuer Freund Davies? Und was geschieht, wenn sie der dunklen Anziehungskraft des Dark Prince verfällt und dabei in einen Strudel aus Gefahr und Lust gerät? Wird sie ihrem Bruder helfen können? 

(Klappentext nach WondaVersum)

Nachdem der Leser bereits auf der ersten Seite mit einem irrwitzigen Zitat á l Twilight begrüßt wird, steht man auch schon mitten in der Handlung der Geschichte. Florence – hier muss ich dem Dark Prince zustimmen, ein wirklich ansprechender Name für unsere Protagonistin – ist in einem der ärmeren Viertel Londons aufgewachsen. Drogen und Kriminalität gehören hier zum Alltag. Die junge Frau, die eine gute Schulbildung genossen hat, könnte dieses Leben hinter sich lassen, möchte dies aber nicht tun, solange ihr Bruder auf ihre Hilfe angewiesen ist. Auch er soll ein besseres Leben haben und das Armenviertel eines Tages verlassen können.

Als Florence nun bei ihrem Bruder Kokain findet, möchte sie die Sache für ihn wieder in Ordnung bringen und gerät so in den Einflussbereich und das Machtgefüge des Dark Prince, der seine ganz eigenen Ziele verfolgt und mit seinem „Diener“ Davies ein Leben nach seinen Regeln führt.

lesemonat 2

Das Buch ist aus der Perspektive von vier Erzählern aufgebaut, wobei die Handlung in der Regel abwechselnd aus der Sicht von Florence und dem Dark Prince erzählt wird. Zu Beginn jedes Kapitels steht ein Zitat, das von Humor und Ironie nur so trieft, was mir sehr gut gefallen hat.

Allgemein ist das Buch sehr humorvoll geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen. Allerdings weist es auch einige Längen auf, sodass ich öfter mal quergelesen habe. Insgesamt wirkt die Story an manchen Stellen sehr in die Länge gezogen und trägt nicht immer entscheidend zum Voranschreiten der Handlung bei.

Was mir dagegen überhaupt nicht gefallen hat – und dies ist auch der Grund, warum ich die Reihe hier abbrechen werde – ist der explizite und sehr umgangssprachliche Schreibstil sowie die Wertvorstellungen des Genres. Das widerspricht in meinen Augen absolut meinen eigenen Prinzipien und ist etwas, das ich nicht unterstützen möchte. Insbesondere das teilweise vermittelte Frauenbild entspricht nicht den Werten, mit welchen ich mich identifiziere. Im Gegenteil sehe ich hier eher die Gefahr, dass dies als „normal“ empfunden werden kann und ein falsches Bild von Beziehungen vermittelt.

Trotz meiner Abneigung gegenüber diesem Genre habe ich versucht, dies nicht zu stark in meine Bewertung einfließen zu lassen. Das Buch hat sich insgesamt flüssig lesen lassen und beinhaltete eine spannende Story, wenngleich es leider auch einige Längen aufwies.

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